Robert Frank gestorben

11.09.2019

Einer der letzen bedeutenden Fotografen der Straßenfotografie ist von uns gegangen. Robert Frank, er gehörte einer Generation an, die noch das Leben auf der Straße einfangen konnten und uns das Zeugnis einer ganzen Epoche hinterließen. Seine Bilder aus „The Americans“ waren damals ein Schock für alle, die blauäugig  das eigene Land verklärten. Robert Frank schaffte auf seine Art, während seiner Reise quer durch die USA, ein Gegenbild.  Die anerkannte Kunst brauchte  einige Zeit dies anzuerkennen.

 Das öffentliche Bewusstsein hat sich seit jenen Tagen gewandelt oder besser gesagt, es hat sich privatisiert.  Wer interessiert sich noch für das, was direkt vor seiner Tür, in seiner Stadt oder an anderen Orten des Landes auf den Straßen passiert? Es sind die unerschrockenen Fotografinnen und Fotografen, die sich nicht abschrecken lassen, wenn misstrauische Blicke ihre Suche nach Authentizität begleiten. Aus eigener Erfahrung kann ich von einer unstillbaren Neugierde sprechen, sich dem Leben auf  belebten Plätzen und Wegen mit der Kamera in der Hand zu stellen. Wenn in den internationalen Ausstellungen Fotografen wie Robert Frank gefeiert werden, sollte jedem Betrachter bewusst sein, dass Fotografie ein hohes Kulturgut ist, auch wenn man selbst in einem dieser wundervollen Bilder erscheint. Jeder ist wichtig und Teil einer aufgeklärten Gesellschaft.  Streeet-Photography ist ein demokratisches Medium, dazu geschaffen, um Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

 

Foto: Süddeutsche Zeitung

 

 

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