Fotografie Empfehlungen

Momente eines Lebens von André Kertész

Die Bilder von André Kertész in dem Band „Momente eines Lebens“ wirken wie eine fotografische Beschreibung: sachlich, ohne Übertreibung, Tatsachen. Man findet s/w Straßenfotos, Menschen und Tiere, Sachfotos - auf den ersten Blick alles alltäglich - aber auch surreale Distorsionen.
Aber hier gibt es keinen Zufall, nur den „richtigen“ Moment. Kertész sieht nicht, er fühlt staunend die Entstehung vor seinen Augen und im richtigen, dem perfekten Moment treffen beide zusammen: Bild und Kamera. Oft sind die Fotos von einem erhöhten Standpunkt aufgenommen, was ihnen die Wichtigkeit und Schönheit verleiht, die auf Augenhöhe verloren gegangen wäre. Er zeigt menschliche Schicksale, auch dort, wo gar kein Mensch vorhanden ist, Gegenstände des alltäglichen Lebens in überwältigender Einfachheit und Verzerrungen, die irritierend anziehen. Alles durchsetzt von hoher emotionaler Aussage und Symbolkraft.
Gefragt nach ihrem Leben haben André Kertész und Steve Jobs, beide wegweisend auf ihrem Gebiet, identisch geantwortet:
„…stay hungry…“, und vielleicht war das der Erfolg ihrer Genialität.

Klare Empfehlung meinerseits!

 

Dagmar B.

ab 5,00

NEW COLOR von Harry Callahan

Callahan, ein amerikanischer Fotograf,lebte von 1912 bis 1999 inden USA. Er studierte an der Universität von Michigan Ingenieurwissenschaften. FünfJahre später fand er den Weg zum Fotografen. Bevor er zur   Farbfotografie wechselte, hatte er 40 Jahre nur schwarz/weiß-Fotos aufgenommen und damit experimentiert.
Die Fotos in seinem Buch 'New Color' beschäftigen sich mit den Menschen und seiner Umgebung sowie Straßen mit Menschen und Landschaften. Diese Fotos leben durch ihre Farben in Verbindung mit Licht und Schatten; hoher Sonnenstand, klare Farben und als Gegensatz die begrenzende Schatten. Der Mensch in seiner Umgebung sowie Fassadenspiegelungen sind hier das Thema. Für mich hat er seine Erfahrungen aus der schwarz/weiß-Fotografie in der Farbfotografie mit eingearbeitet. Die Bildaufteilung erinnert mich an den Formen und Farben in der Architektur und der Malerei des Bauhausstils um 1930.      

 
Erwin D.

720,00€ aq

The Animals (Garry Winogrand)

MOMA, N.Y., 1969, Second edition 2004
Ein eigenes Affen-Foto aus dem Tierpark im letzten Jahr verdeutlichte implizit meine negative Haltung Zoos gegenüber. Ich war daher gespannt, ob auch bei Winogrand eine Haltung gegenüber Zoos in seinem Bildband „Animals“ erkennbar wird. Seine schwarz-weiß Fotografien von Tieren im Zoo sind zum einen komisch, zeigen aber auch eine Tragik. Oft hat man den Eindruck, er fotografiert aus Sicht des Tieres, was eigentlich nicht möglich ist. Durch den Bezug zum Menschen (den Zoobesuchern), der auf den meisten Bildern zusammen mit den Tieren abgelichtet ist, entsteht oft eine Komik durch sich wiederholende Formen oder merkwürdige, skurrile Zugehörigkeiten (bspw. 2 Nashörner mit Frau und Brille; Old Mac Donald’s Farm). Der Mensch wirkt in den meisten Fällen eher uninteressiert an den Tieren, wohingegen die Tiere den Menschen meist mehr zu beachten scheinen.Die Tragik der Fotos entsteht durch fotografierte Zäune, Mauern, beengte Käfige, ein Bär, der in das Gitter beißt, oder gezeigte Verletzungen (bspw. fehlendes Horn beim Nashorn). Ich sehe anhand der Fotos, dass auch Winogrand eine eher skeptische Haltung Zoos gegenüber einnahm. Wer seine eigene Haltung überprüfen möchte, dem empfehle ich dieses Buch.

 

Andrea E.

Harald Hauswald, Berlin-Ost, Fotografien

 Harald Hauswald, geboren in Radebeul- ehemals DDR. Begann seine Fotografenlehre 1970 und beendete diese 1971. Der Wunsch nach Berlin zu kehren war immer irgendwie da. Kaum etwas gibt es heute noch so zu sehen, wie es Harald Hauswald einst in Berlin-Ost fotografierte. Dieser Fotoband ist ein Stück DDR-Geschichte. Einfache Fotografien, Tagesgeschehen der damaligen Zeit und Auslösen im richtigen Augenblick das ist mein Eindruck. Für mich persönlich hat Harald Hauswald Fotos bzw. "Bilder" aus meinen tiefsten Kindheitserinnerungen festgehalten. Schließlich war ich damals ja noch nicht in der Lage es selbst zu können. Da sind z. B. Fotos in seinem Bildband zu finden von meinem damaligen direkten Wohnumfeld, der Zionskirche, dem Alexanderplatz und dem Volkspark Weinbergsweg. Straßen wurden fotografiert, die natürlich heute - gute 25 Jahre nach dem Mauerfall- ganz anders aussehen und andere Namen tragen... Nur die Strukturen verrraten, das Berlin ist wie es ist und sich einiges von Zeit zu Zeit ändern wird.

 

Madeleine L.

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Fotowork24 ist eine Fotoschule die von Axel Nickolaus in Kiel und Berlin betrieben wird. Fotokurse, Fotoreisen und Bildungsurlaub werden meist In Zusammenarbeit mit örtlichen Volkshochschulen durchgeführt. Fotografie bedeutet hier nicht nur Lernen sondern vor allem Erleben.